Sprachregelung für Kritik am Video „First Aid Ladies“

Der ASB versteht, dass das Video „First Aid Ladies" von einigen Menschen als provozierend empfunden werden kann.

Das Video soll in keiner Weise Menschen oder Menschengruppen herabwürdigen. Vielmehr hat es zum Ziel, mit einem Augenzwinkern darauf aufmerksam zu machen, dass Erste Hilfe leicht zu lernen ist. Durch die Verwendung von Parodien auf bekannte Hits können vor allem Jugendliche sich die Texte, die Erste-Hilfe-Handgriffe vermitteln, leicht merken und so im Notfall selbst zu Lebensrettern werden.

In Deutschland leisten leider nur sehr wenige Menschen Erste Hilfe. Bricht hier auf offener Straße ein Mensch mit plötzlichem Herzstillstand zusammen, beginnen nur 17 Prozent der Umstehenden eine Herzdruckmassage. In anderen Ländern liegt die Zahl der Helfer um ein Vielfaches höher. In den Niederlanden zum Beispiel liegt die Ersthelferquote im Fall eines plötzlichen Herzstillstandes bei 65 Prozent.

Grundlage für das Video des ASB sind bekannte Musikvideos. Um mit dem humoristischen Clip Erfolg zu haben, haben wir nicht nur die Musik, sondern eben auch die Bildsprache der dazugehörigen Musikvideos zur Grundlage unserer Erste-Hilfe-Parodien gemacht. Die freizügigen Posen (übrigens nicht nur von Frauen) gehören daher zum Genre und sollen keinesfalls eine Haltung des ASB gegenüber seinen Helferinnen und Helfern ausdrücken.

Der ASB hat in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht, ernste Themen mit einem Augenzwinkern zu vermitteln. Auch für andere Angebote wirbt der ASB mit frechen Sprüchen, so zum Beispiel für den Menüservice mit dem Hinweis: „Superhelden bringen den Weltfrieden. Oder Rouladen mit Kartoffeln.“ Das Video zur Ersten Hilfe folgt dieser Terminologie und Menschen, die bisher nicht daran gedacht haben, einen Kurs zu besuchen, bei dem sie lebensrettende Handgriffe lernen, auf das Angebot des ASB aufmerksam machen.