Katastrophenschutz

Gasexplosion in Ludwigshafen-Oppau: ASB-SEG im Einsatz

Großalarm im Ludwigshafen am 23. Oktober 2014. Eine heftige Gasexplosion erschütterte den Stadtteil Oppau, ganz in der Nähe des Chemiekonzerns BASF. Auch die Sondereinsatzgruppe (SEG) wurde alarmiert und eilte zum Unglücksort.

LU_Gasexplosion_-_Polizeiprsidium_Rheinpfalz.jpgDort, in der Jakob-Scheller-Straße bot sich ein schreckliches Bild: Ein tiefer Krater klaffte dort, wo Bauarbeiter an einer Gasleitung gearbeitet hatten. Flammen schlugen hoch, die Häuser in unmittelbarer Nähe waren stark beschädigt, Menschen liefen verstört durch die Gegend. Später stellte sich heraus dass es einen Toten und etwa 30 Verletzte gegeben hat. Die zehn Rettungsdienstmitarbeiter der ASB-Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) eilten sofort zur Unglücksstelle und kümmerten sich dann in der Betreuungsstelle am Bürgerhaus Oppau um betroffene Anwohner. „Wir haben die Leute so gut es ging beruhigt, ihnen warme Getränke gereicht und kleinere Verletzungen wie etwa Schnittwunden direkt versorgt", schilderte SEG Einsatzleiter Holger Busalt den Einsatz der ASB’ler. Etwa 200 Personen wurden am ersten Tag unter anderem vom ASB betreut.

Außerdem waren ASB-Einsatzkräfte mit Rettungswagen unterwegs, um die regulären Rettungseinsätze zu fahren, weil alle anderen Rettungsmannschaften in die Bewältigung der Explosionsfolgen eingebunden waren.

Am nächsten Tag kümmerten sich die SEG-Kräfte dann um 80 Anwohner, deren Häuser so stark zerstört worden waren, dass sie in bereitgestellten Wohnungen und Hotels untergebracht wurden. „Wir haben ihnen geholfen, Kinder, Gepäck und alte Angehörige aus den Notunterkünften in ihre neuen Quartiere zu bringen", beschrieb Holger Busalt vom ASB den zweiten Einsatztag.